Melief,
Melief ist die Ziege, die trotz ihres verwahrlosten Zustandes noch zwei Lämmer zur Welt bringen musste. Da sie sich bestens erholt hat und gut zu Kräften gekommen ist, ist sie ein Symbol für das, wofür der Gnadenhof Melief e.V. sich einsetzt. Unser Hof bietet Tieren, die in ihrer Lebensweise bedroht, unerwünscht oder auf eine andere Art und Weise hilfsbedürftig, bzw. unvermittelbar sind, ein neues Zuhause.
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Foto der Woche
7. Woche - 16. Februar 2012

Dieses
Foto von Knor wurde Ende November 2011 aufgenommen. Gut im Futter, obwohl er
schon eine ganze Menge abgenommen hatte und darum schon besser laufen konnte
als Anfang Sommer 2011, als er zu Melief kam. Ein ganz Lieber, der aber auch
ein Einzelgänger war, der gerne ganz allein im Stroh lag. Und trotz Arthrose
bei guter Gesundheit.
Doch
am vorletzten Donnerstag wollte er nicht fressen. Er hatte sicherlich keinen
Hunger, denn ein Stück Kuchen, dass wir ihm anboten um ihn zu testen, nahm er
wohl. Aber Freitagmorgen wollte Knor auch nicht mehr aufstehen. Der auf
Schweine spezialisierte Tierarzt war innerhalb einer Stunde bei ihm. Da keine
eindeutigen Beschwerden erkennbar waren, bekam er einige Injektionen mit
Breitbandwirkung. Und wir legten ihn im Quarantänestall sofort unter eine
Wärmelampe, unter der er aber so kalt blieb wie zuvor. Lothar besorgte dann vom
Tierarzt noch ein paar Spritzen zur Kreislaufanregung und wir legten ihn mit
der Hoffnung auf Besserung in die Küche, direkt vor die Heizung. Aber er glitt
uns so aus den Händen... Freitagnacht um 4.30 Uhr starb Knor, während wir
hilflos vor ihm standen. Wir sind sehr betroffen, dass wir nicht wussten was
wir noch für ihn hätten tun können, aber froh darüber, dass wir ungefähr ein
halbes Jahr für diesen gutmütigen kleinen Kerl sorgen durften. Wir hoffen, dass
er nun auf einer Wolke aus Stroh in der Sonne liegt...
Ruhe
sanft, lieber Knor!
6. Woche - 8. Februar 2012

Das ist Pablo.
Und obwohl er ein Vollblutspanier ist, liegt er bei –12° Celsius
langausgestreckt auf dem tiefgefrorenen Boden. Es macht ihm nichts aus. Und
während wir schnell unsere Handschuhe anziehen und hoffen, dass uns unsere
Thermostiefel solange warm halten bis die Arbeit getan ist, sind wir insgeheim
doch ein wenig neidisch auf Pablos dickes Fell...
5. Woche - 1. Februar 2012

Warum ziehen die Wasservögel nicht ein paar Bahnen im Teich? Ist das Wasser etwa zu kalt?
Sie können gar nicht wissen ob es zu kalt ist, da, obwohl es scheint als sei der Teich nur zur Hälfte zugefroren, doch die ganze Fläche mit einer dicken Eisschicht bedeckt ist. Vielleicht können wir dann bald einen Schlittschuhmarathon machen? Aber... eigentlich absolvieren wir schon an Land jeden Tag einen Marathon. In den Ställen mussten alle Wasserleitungen abgestellt werden, weil sie sonst einfrieren könnten. Nun können wir nur noch einen Wasserhahn benutzen und müssen das Wasser eimerweise zu den Wasserbecken schleppen. Und wenn gerade alle Wasserstellen gefüllt sind, geht alles wieder von vorne los, weil das erste Becken dann schon wieder zugefroren ist.
Wann wird es endlich Frühling...?
4. Woche - 25. Januar 2012

Was ist das denn? Eine wilde Katze, die in einem engen Gefängnis an den Gitterstäben hängt? Nein...! Das ist Luni, die im Quarantänestall noch abwarten muss bis sie alle Impfungen bekommen hat, um dann mit ihren Freunden auf dem Hof spielen zu können. Und ab und zu schaut sie schon mal, welche Spiele die anderen eigentlich spielen, damit sie, wenn sie endlich „freigelassen“ wird, schon alle Spielregeln kennt und sofort mitspielen kann. Das Foto wurde von Jessica aufgenommen, die zusammen mit Giuliana unseren Gnadenhof am letzten Samstag während der Öffnungszeit von 14.00 bis 16.00 besucht hat.
3. Woche - 19. Januar 2012

Am letzten Freitag waren wir gespannt auf das Ergebnis von der Tierärztin. Sie musste nämlich feststellen, ob die schwarze Ponydame Gracia noch Spuren des Lungenwurms in ihrem Kot hat. Der Test fiel negativ aus, also war sie wurmfrei! Da sie mit dem Wurmbefall gekommen war (s. Foto der Woche 50-2011), musste Gracia bis jetzt ganz allein im Quarantänestall bleiben. Nun kam die Frage, wie die anderen Ponys auf der Weide sie akzeptieren würden... Aber alle fanden Gracia sofort total interessant und Madame machte von Beginn an die Rangordnung klar und war ab dann der Mittelpunkt der Gruppe. Schauen Sie, wie sorglos Gracia auf dem Foto grast, während die anderen Ponys, besonders Wallach Clyde, die ganze Zeit schauen müssen, was sie gerade tut...
2. Woche - 11. Januar 2012

Vorgestern mussten wir den Mastin Espagnol Lolo, den
absoluten König unter den Hunden von Melief, einschläfern lassen. Er hatte eine
Entzündung in seinem Ellenbogen, die trotz medizinischer Behandlung immer
schlimmer wurde. Außerdem fraß er nichts mehr und wurde dadurch immer
schwächer. Wenn er nach draußen musste, humpelte er auf seinen Vorderpfoten,
während wir sein Hinterteil hochhielten. Er hatte überhaupt keine Kraft mehr in
seinen Hinterläufen. Zum Schluss wollte er sich gar nicht mehr bewegen. Er trug
alles mit Würde, war aber auch etwas stur. So konnten wir nicht anders, als ihn
von seinem Leiden erlösen...
Lolo ist 16 Jahre alt geworden. Er kam vor fast 5 Jahren
aus einem verlassenen spanischen Asyl zu uns. Er konnte wegen seiner Größe und
seines Alters nicht vermittelt werden. Wir haben selten einen so lieben,
ruhigen Hund in unserer Mitte gehabt, der mit seiner Gelassenheit so viel Würde
ausstrahlte.
Wir vermissen dich Lolo, ruhe sanft....
1. Woche - 5. Januar 2012

Erinnern Sie sich noch an diesen
Bericht (Irrenhaus! (Bericht vom 18. November 2011)? 2 Wochen nachdem die Kaninchen hierher gebracht wurden,
haben die beiden weiblichen Tiere geworfen. Die Kleinen können nicht von den
beiden Rammlern stammen, weil wir diese direkt nach ihrer Ankunft von den
Weibchen getrennt haben sofort kastriert haben lassen. Und außerdem sind
Kaninchen 4 Wochen tragend... War es Unwissenheit oder einfach nur gelogen, als
der Eigentümer behauptete, dass er Männchen und Weibchen immer fein getrennt
gehalten hat? Wir werden es nie mehr genau wissen. Was wir aber wissen, ist,
dass wir jetzt nicht mehr nur die 4 Kaninchen haben, die uns der Mann gebracht
hatte, sondern um 10 Kaninchen reicher sind.
52. Woche - 27. Dezember 2011

Nach den anstrengenden Festtagen
hat sich Blanka erst mal auf ihrer eigenen Couch „lang ausgestreckt“...
51. Woche - 21. Dezember 2011

Gestern Abend haben wir ein Huhn von Aldi geholt. Ob es dort
im Angebot war? Nein! Wir bekamen um 19.30 einen Anruf von einem Mann, der
gerade bei Aldi eingekauft hatte. Er meinte, dass das Huhn schon seit ein paar
Tagen draußen bei den Einkaufswagen herumliefe. Mit „ich pack´ so ein Federvieh
nicht an, davor hab´ ich Angst“ begründete er die Tatsache, dass er das Huhn
nicht selbst einfangen konnte. Das war deutlich genug. Also zeigten wir keine
Angst und hatten es bereits um 20.00 in unseren Quarantänestall gebracht. Es blieb unklar, was ein verwahrlostes
Legehuhn mit einem eingekürzten Schnabel und gestutzten Flügeln bei Aldi zu
suchen hatte. Und wie es passieren kann, dass tagelang unzählige Menschen an
einem Huhn vorbeilaufen, bevor mal jemand auf die Idee kommt, dass ein Huhn
zwischen Einkaufswagen nicht überleben kann...?
50. Woche - 14. Dezember 2011

Obwohl wir noch nicht alle Puzzleteile von Gracias Geschichte zusammen
haben, steht doch eins felsenfest: Wenn wir heute nicht die Stalltür für Gracia
geöffnet hätten, wäre diese 20-Jährige, ungestüme Shetlandponydame morgen von
dem Tierarzt, den ihre Besitzerin bereits bestellt hatte, eingeschläfert
worden. Und das wäre dann auch noch eine (tier-) freundliche Alternative zum
Abtransport nach Italien und zu der Verarbeitung zu Pferdewurst gewesen.
Wie dem auch sei, Gracia hat einen gefährlichen Wurmbefall, wurde
urplötzlich hier vor Ort von ihrem Weidegenossen getrennt und steht daher vor lauter Stress
wie angewurzelt in der Box. Schauen Sie auf das Foto! Steht hier ein Pony, das bereit ist zu
sterben und auf eine Giftspritze oder auf einen Schuss durch den Kopf wartet?
49. Woche - 7. Dezember 2011

Am letzten Samstag wurden wir
angenehm überrascht von zwei Damen, die uns unzählige schöne Katzenkörbchen
brachten. Und das dies auch von unseren Katzen hoch geschätzt wird, kann man
auf dem Foto der Woche deutlich sehen. Suzy, Roodkapje, Spleetoogje, Hexje, Boy
George und Mus haben es sich in der neuen Errungenschaft schon schön gemütlich
gemacht und genießen es, miteinander zu kuscheln. Rocco überlegt noch, wie er
denn zu Boy George schlüpfen könnte. Ein besseres Dankeschön für diese
Freigebigkeit der Damen können wir uns nicht vorstellen!
48. Woche - 1. Dezember 2011

Wir können wieder zurückblicken auf ein überaus gelungenes Benefiz-
Büfett, das am vergangenen Samstag in Rotterdam im chinesisch=vegetarischen
Restaurant „de Oude Plek“ stattfand. Neben zahlreichen „festen“ Gästen durften
wir auch wieder etliche neue Gesichter begrüßen. Nachdem Lothar von den
neuesten Ereignissen auf dem Gnadenhof berichtet hatte, erzählte die Autorin Yvonne
Kroonenberg, wie sie Schirmherrin der Schweine bei Melief geworden ist. Neben
dem herrlichen Essen und dem gemütlichen Beisammensein der Tierfreunde, haben
wir alle zusammen auch noch für den fantastischen Erlös von 1352,50 € für das
neue Stalldach gesorgt! Dafür danken wir allen, die mit uns das gute Essen
genossen haben, ganz, ganz herzlich!
47. Woche - 23. November 2011

Dies ist
Plato II (ein anderer Hund mit dem Namen Plato lebt bereits hier), der in der
vorigen Woche bei Melief eingezogen ist. Wie Sie hier bereits lesen konnten. Es ist
sehr erstaunlich, dass ein Hund mit einem solchen Hintergrund noch so
unwahrscheinlich lieb und lebensfroh sein kann. Heute
wurde er kastriert und hoffentlich von seinem Hodenkrebs befreit. Glücklicherweise
hat er in nur 4 Tagen bereits 2,5 Kilo zugenommen. In den ersten Tagen konnte
er sein Futter nicht bei sich behalten, weil sein Magen durch die extreme
Mangelernährung ganz klein geworden war. Wir sind
davon überzeugt, dass dieser ältere Herr sich mit seinem Optimismus –der auf
dem Foto wegen der gerade erfolgten Kastration nicht so gut zum Ausdruck
kommt- bei Melief, seinem 5. Herrchen,
gut erholen wird. Und mit einem immer gut gefüllten Futternapf noch einen
schönen Lebensabend verbringen kann.
46. Woche - 16. November 2011

Gestern mussten wir uns schweren Herzens
entschließen, Jacob, den Damhirsch (seine Geschichte können Sie Hier und Hier
lesen), Wahrscheinlich nur bei FdW einschläfern zu lassen. Natürlich
wussten wir, dass er schon 14 Jahre alt war als er zu Melief kam, und dass er
nicht noch 10 Jahre bei uns leben können würde, aber....
Nachdem sein Geweih abgefallen war, hatte sein Körper nicht mehr genug
Kraft, um es vollständig nachwachsen zu lassen. Außerdem nahm Jacob, trotz
Beifütterung, immer mehr ab. Aus seiner Lebenskraft wurde Überlebenskraft.
Da
er hier der einzige Hirsch und eine imposante Erscheinung war, kannte ihn
jeder, der einmal bei Melief war. Im letzten Jahr hat er auf seine ruhige,
gelassene, fast weise Art, sein Leben zusammen mit den Ziegen, Schafen und
Ponys, noch in vollen Zügen genossen. Er lernte sogar noch, welch ein Genuss es
ist, im Stall im Stroh zu liegen. Etwas, was er in seinem „vorigen Leben“
entbehren musste. Und auf dem Misthaufen zu liegen, wie auf dem Foto! Das haben
wir natürlich nie gefördert. Aber, wie schon gesagt, war Jacob eine starke, eindruckerweckende
Persönlichkeit. Wir werden ihn nie vergessen.
Ruhe sanft, lieber Jacob
45. Woche - 9. November 2011

Die Tiere, die einmal von Melief aufgenommen worden sind,
werden nicht wieder vermittelt. Und nicht nur da die Tieren hier ihre letzte Chance bekommen
haben: es entwickeln sich auch oft ganz besondere Freundschaften, wie man auf dem Foto erkennen kann. Lolo, der uralte Mastin Espangnol, und
Daisy, die ziemlich zickige Rehpinscher-Toyterrierhündin, wärmen sich
gegenseitig in der Hundehütte. Wer von den beiden ist denn nun eigentlich
der Gefährlichere...?
44. Woche - 1. November 2011

Ganz im Schock, aller Würde
beraubt! Wie ein Transparent beschmiert! Vom ewigen Schmerz durch die
unversorgten Klauen leicht gekrümmte Beine! Verspottet, ausgelacht und
weggegeben! Dieses Foto der Woche zeigt ein von grausamen Menschen gedemütigtes
Tier! Hier lesen Sie die ganze Geschichte von Schnelle Frida...
42. Woche - 19. Oktober 2011

Diese riesige Futterspende der
Stiftung „Hart voor Kansloze Dieren“ (Herz für chancenlose Tiere) aus Amsterdam wurde mit offenen Armen in
Empfang genommen! Die gewaltige Menge Katzen- und
Hundefutter wurde sogar ganz zu uns gebracht! Und die Katzen warteten schon
sehnsüchtig hinter dem Zaun, um das Futter in Empfang zu nehmen. Für den Fall,
dass das Miauen am letzten Samstag nicht so gut zu verstehen war, sie sagten:
Ein ganz dickes Dankeschön, „Hart voor Kansloze Dieren“!!
41. Woche - 11. Oktober 2011

Nils wohnt schon Jahre bei Melief und war immer mit Akka, der Kanadagans,
zusammen. Man sagt, dass Gänse ihr Leben lang zusammen bleiben, aber Akka
beschloss vor kurzem, sich doch von Nils zu trennen. Vielleicht, weil Nils
schon sehr alt ist und sie sich noch so jung fühlt. Oder vielleicht, weil er an
beiden Augen am grauen Star erkrankt ist. Nils blieb immer öfter im Stall
zurück wenn die anderen Gänse zum Teich watschelten. Aber dann kam Anfang
August Teun aus Amsterdam! Teun war mit den Nerven völlig am Ende. So sehr,
dass wir um sein Leben fürchteten. Aber irgendwie haben Nils und Teun
zueinander gefunden. Und Teun (vorne im Bild) ist
dadurch viel ruhiger geworden. Manchmal gehen sie sogar nach
draußen. Aber meistens sitzen sie einfach nur ganz dicht beieinander...
40. Woche - 4. Oktober 2011 - Welttiertag

Im Rahmen des
Welttiertages 2011 erscheint heute ein Foto von Tieren, für die es nicht
selbstverständlich war, dass sie jemals Tageslicht sehen würden, und die nun
schon dreimal so alt sind als sie eigentlich hätten werden sollen. Denn wenn
alles so gelaufen wäre wie geplant, hätten sie im zarten Alter von 6 Wochen
geschlachtet werden sollen!
Sie sind ein
Symbol für alle Tiere die größtenteils nicht mehr leben würden, dank der
Aufnahme bei Melief ihr Leben jetzt aber glücklich und zufrieden genießen
können. Aber sie sind auch ein Symbol für die Tiere in der Viehindustrie, die
kein Tageslicht sehen, im Babyalter geschlachtet werden, für Tierversuche
benutzt werden, denen der Pelz abgezogen wird, denen die für den Nachwuchs
bestimmte Milch genommen wird... und für die Tiere, die spaßeshalber
abgeschossen werden, die im Zirkus Kunststücke zeigen müssen, die mit großen
Netzen aus dem Meer gefischt werden und dann so lange auf dem Deck liegen bis
sie erstickt sind, die im Zoo hinter dem Zaun stehen und bestaunt werden...
Kein einziges
Tier bittet darum, ausgebeutet zu werden und das mit einem meistens
frühzeitigen Tod zu bezahlen. Jedes Tier verdient ein tierwürdiges Leben. Dafür
machen wir uns stark. Bei Melief ist an jedem Tag ein „Tag des Tieres“.
39. Woche - 28. September 2011

Auch die Tiere genießen das
sommerliche Wetter zum Herbstanfang: Die Katzen lassen die warmen
Sonnenstrahlen auf ihr Fell scheinen und warten bis ihr Stall wieder blitzblank
ist und es frisches Wasser und Futter für sie gibt.
38. Woche - 20. September 2011

Unter „Nachrichten“ können Sie alles
über die zwei nachlesen, die aus diesem Karton kamen. Aber um Ihnen zu zeigen,
wie ihre zeitweilige Unterkunft aussah, in der wir sie am Straßenrand
fanden, gibt es heute nachträglich dieses „Foto der Woche“. Wir können nicht
begreifen, warum Menschen zwei wehrlose, junge Kaninchen an einer Straße
aussetzen, auf der 100 km/h gefahren werden darf...
37. Woche - 13. September 2011

Was ist schöner als zu sehen,
dass Punkie, der auf der Straße gefunden wurde und von seinem Besitzer
verleugnet wurde, sich jetzt hier ganz zu Hause fühlt? Er kam viel zu
mager hier an, aber nun ist sein Gewicht perfekt! Er ist aufmerksam,
verschmust und neugierig. Und es scheint, als liefe er schon immer hier
herum. Endlich ein echtes Zuhause für Punkie! Und um ihm und vielen
anderen Tieren das bieten zu können, engagieren wir uns so sehr!
36. Woche - 6. September 2011

Es wird langsam Herbst und was machen die Trauerschwäne....? Sie bauen ein Nest! Sind sie verwirrt? Gehört das nicht ins Frühjahr? Nein, in diesem Fall nicht! Denn
in Australien, wo die schwarzen Schwäne ursprünglich herkommen, ist
Sommer, wenn es in Europa Winter ist! Also sorgt die biologische Uhr
dafür, dass die Schwäne, die in Europa leben, im Winter brüten. Deshalb
sammeln sie Stroh zusammen und zischen und trompeten heftig, wenn man in
ihre Nähe kommt. Übrigens werden aus den Eiern keine Küken
schlüpfen, weil die Wasservögel zum Schutz vor dem Fuchs nachts im Stall
sind. Die Eier kühlen dann so sehr ab, dass im Winter keine
Schwanenküken auf dem Teich schlittschuhlaufen werden!
35. Woche - 30. August 2011

In dieser
Woche zeigen wir Ihnen natürlich ein Foto (aufgenommen von Jos Dirix)
von unserem jährlichen Tag der offenen Tür. Obwohl auf diesem Foto im
wahrsten Sinne des Wortes „kein Schwein“ zu sehen ist, war der Tag am
letzten Sonntag sehr gut besucht. Ungefähr 480 Besucher aus Deutschland,
den Niederlanden und Belgien trotzten Wind und Wetter, um die Tiere zu
sehen. Zwischen den Schauern hindurch glitschte man zum Ziegenstall und
konnte dann von dort aus die Enten im Teich sehen, die Regen und Matsch
ganz wunderbar fanden. Und wenn der Platzregen kam, war es wieder voll
im Katzenstall und beim Stand mit den vegetarischen Köstlichkeiten.
Alles in allem ein sehr gelungener Tag, der ohne die Hilfe aller
Freiwilligen nicht hätte stattfinden können. Und natürlich auch nicht
ohne die vielen wetterfesten Besucher! Jedem sei an dieser Stelle im
Namen der Tiere ganz herzlich gedankt!
34. Woche - 23. August 2011

Die Vorbereitungen für den
jährlichen Tag der offenen Tür laufen auf Hochtouren. Wir versuchen,
alles so schön wie möglich zu machen. Aber einige Dinge liegen einfach
nicht in unserer Hand... Obwohl wir Ihnen gerne alle Tiere in ihrer
vollen Pracht zeigen möchten, kann unser Pfau Jeroen nur mit seinem sehr
zerzausten Federkleid versuchen, mitzuprahlen. Denn gerade jetzt, als
er den meisten Eindruck auf die Besucher machen will, steckt er komplett
in der Mauser! Wenn er Sie also am kommenden Sonntag 28. August beeindrucken
möchte, nehmen Sie es ihm bitte nicht übel, wenn er ein etwas
kümmerliches Rad schlägt. So ist die Natur nun einmal!
33. Woche - 16. August 2011

Am letzten
Mittwoch wurde wieder frisches Heu gebracht. Das ist zwar kein
übermäßiger Luxus, weil wir inzwischen schon den letzten Ballen
angebrochen haben, aber die ersten 20 Rundballen sind immerhin schon mal
in der Scheune. Wir haben noch mehr bestellt, um auch im Winter genug
Futter zu haben. Aber der Bauer muss erst wieder heuen, um uns beliefern
zu können. Also drücken wir die Daumen damit das Wetter gut wird....
Das Stroh ist auch beinah aufgebraucht. Daher haben wir erst einmal eine
große Menge Sonne bestellt, damit schnell geerntet werden kann.
32. Woche - 9. August 2011

In dieser Woche sehen Sie noch einmal ein Foto von
einigen Küken die wir im Juli aufgenommen haben, und die schon lange
hätten verzehrt sein sollen. Sie sind nun 9 Wochen(!) alt und genießen
jeden Tag ihre gewonnene Lebenszeit. Sie scharren nach Herzenslust und
nehmen ausgiebige Sandbäder. In einigen Tagen erscheint auf der Homepage
ein update über diese wandelnden Hühnerfilets, von denen schon etliche
aufgrund extremer Probleme mit den Beinen und Füßen und Herzversagen
gestorben sind. Es leben die McNuggets, die frittierten Stückchen Kükenleiche!
29. Woche - 19. Juli 2011

Es ist wieder soweit! Als wir das
Foto der Woche aufnehmen wollten, kam sie schon mit lautem Grunzen auf
uns zu. Maya, die Sau, ist wieder brünstig. Dies wiederholt sich alle 3
Wochen für etwa 3 Tage. In dieser Zeit ist sie besonders aufdringlich
und will immer im Mittelpunkt stehen. Daher wollten wir ihr mit dem Foto
der Woche einen Gefallen tun...
Die
andere Geschichte die in diesem Foto steckt, ist das bezeichnenderweise
im Hintergrund, am linken Bildrand stehende, tote Bäumchen, das sich
ganz jämmerlich von dem großen Baum dahinter abhebt. Der Elektrozaun,
der den Baum vor den Tieren schützen sollte, funktionierte in der
letzten Woche nicht. Natürlich merkten die Ziegen dies ziemlich schnell
und dachten sich: Warum sollen wir auf das Futter warten? Wir versorgen
uns heute mal selbst! Also haben wir jetzt einige Bäume weniger und sind
ziemlich genervt von der Schlauheit der Ziegen. Denn wir hatten die
Bäume gepflanzt, um der Schweineweide und der Ziegenweide etwas mehr
Schatten zu geben.
28. Woche - 12. Juli 2011

In dieser
Woche stand Blitz, die Dackelmischlingshündin, ein wenig im Mittelpunkt.
Sie musste sich nämlich einer „Grundüberholung“ unterziehen. Zunächst
wurden etliche Tumore an ihren Zitzen entfernt. Da sie dafür in Narkose
versetzt werden musste, wurden während der Operation gleich das Gebiss
und eine Warze an ihrer Stirn mitbehandelt. Nun sind die Zähne vom
Zahnstein befreit und sehen wieder wunderbar weiß aus. Und die Stirn ist
„warzenfrei“. Nach all diesen Eingriffen musste hier und da ein wenig
genäht werden, aber die Fäden sind nun schon wieder entfernt worden.
Jetzt muss nur noch ihr Haar nachwachsen und dann sieht sie auf ihre
alten Tage wieder gut (oder noch besser) aus!
P.S.: Im Hintergrund genießt Little Foot die Sonne!
27. Woche - 9. Juli 2011

In dieser Woche zeigen wir Ihnen etwas Einmaliges/Besonderes/Seltenes
: im Laufe der letzten Woche sind keine besonderen Ereignisse passiert, die das Prädikat ‚Foto der Woche‘ verdient hätten. Daher mussten wir ganz schnell überlegen, was nun das ‚Foto der Woche‘ werden könnte, weil Sie ja schon sehnsüchtig darauf warten... So
sehen Sie jetzt einfach mal ein Foto vom täglichen Zeitvertreib der
Schweine: Das Leben auf dem eigenen Strand mit Wellness-Suhle und viel
Sonne genießen... Das ist Genuss für
die Schweine, aber auch für uns, denn solche Tage wärmen uns nicht nur
äußerlich, sondern, bei einem solchen Anblick, auch innerlich.
26. Woche - 28. Juni 2011

Während eine Gruppe Freiwillige auf der Wohltätigkeitsveranstaltung ‚Farm&Country‘
in Aalten für Werbung sorgte, wurde bei Melief schwer gearbeitet, um
die Ställe in Ordnung zu bringen. Sandra und Lenie haben zwei Tage
(fast) durchgearbeitet, um allerlei Baustellen zu beseitigen. Eine
Baustelle war z.B. das Kalken des Ziegenstalls. Das ist in jedem Jahr
erforderlich, um den Stall frisch und vor allem ungezieferfrei zu
halten. Die Damen haben sich völlig verausgabt und die ganze
Heidenarbeit (das heißt die vielen m² Mauerwerk, die gekalkt werden mussten)...... müde, aber zufrieden geschafft.
25. Woche - 21. Juni 2011

Obwohl der 8. Geburtstag der Stiftung
“Melief“ am 20. Juni wegen des Dauerregens ins Wasser zu fallen drohte,
gibt es doch immer wieder Bewohner, die den Überschwemmungen
äußerst
positiv gegenüberstehen. So machten diese drei kleinen Enten, die man
übrigens immer zu dritt antrifft, aus der Not eine Tugend und nahmen ein
ausgedehntes Mittagsbad in einer der vielen entstandenen Pfützen. So
konnten sie schön herausgeputzt zum Geburtstagsfest erscheinen.
24. Woche - 14. Juni 2011

In der letzten Woche ist uns eine junge Krähe gebracht
worden, die jemand gefunden hatte. Sie kann noch nicht einmal
selbstständig essen. Also sorgen wir nun dafür, dass sie Nahrung
aufnimmt. Das bedeutet, dass wir ungefähr jede halbe Stunde einen weit
aufgesperrten Schnabel mit Nassfutter für Katzen füllen müssen. Das
gelingt aber nur, wenn die Krähe Lust hat, mitzuhelfen. Gleichzeitig
haben wir Winanda von der Vogel- und Igelauffangstation in Delft, um Rat
gefragt. Sie schrieb, dass wir es bisher gut machen, dass aber die
weitere Entwicklung noch kompliziert werden kann. Es kann nämlich
passieren, dass so ein Tier nie mehr für sich selbst sorgen kann, sich
aber in der Gefangenschaft doch genauso entwickelt wie eine wilde Krähe.
Wir sorgen jetzt erst mal dafür, dass sie lernt, selbstständig zu
essen…
23. Woche - 7. Juni 2011

Die Annahme, dass nur Menschen über eine gesunde
Ernährung nachdenken, scheint nicht ganz zu stimmen. Denn auch Hunde
scheinen einen guten Blick dafür zu haben. Auf der großen Spielwiese der
Hunde stehen einige Obstbäume, u.a. auch ein riesiger Kirschbaum.
Dieser hängt auch in diesem Jahr wieder zum Bersten voll mit leckeren Kirschen.
Und immer wenn die Hunde ihre Hauptmahlzeit aufgefressen haben, rennen
sie zum Kirschbaum und fressen alle zusammen in aller Ruhe die beinahe
reifen Kirschen von den unteren Zweigen.
Man ‚hört‘ Igor auf dem Foto förmlich denken: ‚So
viele Kirschen wie an dem Baum hängen, kriegt ihr doch nicht auf und
wir haben einfach nur Appetit auf einen gesunden Nachtisch!‘
22. Woche - 31. Mai 2011

Was ist denn jetzt los? Ein Foto
von einer Waschmaschine? Ja! Dies ist die professionelle Waschmaschine
für die wir mit Ihnen gespart haben und für die das Charity Buffet im
Dezember 2010 in Rotterdam stattgefunden hat.
Und
die letztendlich komplett bezahlt wurde von der niederländischen
Stiftung “DierenLot“ (Lotterieerlös für verschiedene
Tierhilfeorganisationen), anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens.
Dezember.... und dann erst jetzt ein Foto? Ja, wir wollten der
Waschmaschine einen neuen Platz geben. Es mussten dort nur noch neue
Fliesen verlegt werden. Wenn jeder, der in den letzten Monaten
versprochen hat, dies zu tun, es auch wirklich getan hätte, dann würde
die Waschmaschine jetzt auf einem ziemlich hohen Podest stehen. Es hat
also sehr viel Kraft und Energie gekostet, bis die Maschine endlich an
ihren Platz gestellt werden konnte.... Aber nun steht sie dort endlich
und wäscht guten Mutes alle Haare und den ganzen Sand aus den Hunde- und
Katzendecken! Zur Seite steht ihr ein neuer Trockner, dessen
Anschaffung die Glücksfälle von “DierenLot“ möglicht gemacht haben.
Wir
danken jedem, der uns den Erwerb dieser unentbehrlichen Helfer
ermöglicht hat, ganz herzlich. Ganz besonders aber danken wir unserer
Freiwilligen Christiane, die uns einen Fliesenleger besorgte, der sein
Versprechen auch in die Tat umsetzte, und diesen auch noch bezahlte!
21. Woche - 24. Mai 2011

Vorhin wussten
wir weder ein noch aus, weil unsere feste Schafschererin, Ellie Hofman, uns
sagte, dass sie schwanger ist und deshalb unsere Schafe in diesem Jahr nicht
scheren kann. Natürlich freuen wir uns für sie und ihren Mann, aber wer befreit
jetzt genauso fachmännisch die Schafe von ihrer dicken Winterjacke....? Zum
Glück konnte uns Christiane, eine unserer Freiwilligen, retten: sie hat auch
Schafe und gab uns die Adresse ihres Schafscherers.So hat dann am letzten Samstag Yves Heinze dieses große Stück Arbeit
vollbracht. Nun sind alle Winterjacken in Abfallsäcken und die Schafe können
erleichtert aufatmen!
20. Woche - 17. Mai 2011

Obwohl es schon
ungefähr zwei Wochen her ist, dass wir wieder eine der schwierigsten
Entscheidungen treffen mussten, möchten wir Ihnen dieses Foto doch noch gerne
zeigen. Denn gerade dieses Foto macht deutlich, warum so eine Entscheidung, die
immer wieder Teil unserer Arbeit ist, so unglaublich schwer ist..... Pepijn,
die direkt in die Kamera schaut, eine halbe Stunde bevor..... Solche Ereignisse
lassen uns nicht los.
Liebe Pepijn,
hoffentlich bist du nun in die ewigen Weidegründe eingegangen und kannst dort
in Frieden umherlaufen und grasen.......
19. Woche - 10. Mai 2011

Auf dem Foto
sieht man einen Teil der Kaninchen, die bei Melief leben. Normalerweise sind
sie auf dem Kaninchenberg, aber nun sind sie alle zusammen in Quarantäne. Nicht
weil sie krank sind, sondern weil verhindert werden soll, dass sie krank
werden. In der letzten Woche wurden die Kaninchen gegen den Myxomatoseerreger
und den Erreger der viral hämorrhagischen Krankheit (Chinaseuche) geimpft. Zwei
durch Menschen entwickelte Viren, die eingesetzt werden, um die
Wildkaninchenplage zu bekämpfen. Beide Erkrankungen enden meistens tödlich. Um
eine Infektion zu verhindern, müssen alle Tiere 2x jährlich eingefangen werden
um ihre Impfung bekommen zu können. Dieses Fangen ist nicht die leichteste unserer
Arbeiten und einige scheue Tiere müssen dann mit List und Tücke (d.h.
Lebendfallen) eingefangen werden und ihren sicheren Bau zeitweise gegen eine
Quarantänebox eintauschen.
Aber inzwischen
haben sie alles gut hinter sich gebracht und alle sind wieder in ihrer
vertrauten Umgebung und beschützt gegen diese gefährlichen Erkrankungen.
18. Woche - 3 mei 2011

Als Jacob in der
letzten Woche plötzlich sein Geweih verlor, war er zusammen mit den Schafen
ganz stiekum im Hahnenstall gewesen, um dort von den Getreidekörnern zu
naschen. Die Schafe sollten auf der Hahnenweide das Gras kurz fressen. Sie sind
inzwischen wieder zurück auf der Ziegenweide. Obwohl Jacob nicht unglücklich zu
sein schien, so ganz allein auf der Hahnenweide zu leben, haben wir ihn gleich
mit umziehen lassen. Er ist jetzt auf einer Weide, auf der der Zaun 1,20m hoch
ist, statt 2,00m auf der Hahnenwiese. Zum Glück war es ganz in seinem Sinne und er versuchte nicht, sofort
wieder über den Zaun zurückzuspringen.
Obwohl ein
freilebender Damhirsch als Einzelgänger umherzieht, geht es Jacob
offensichtlich bei den Schafen und Ziegen viel besser als bei den Hähnen. Er
bewegt sich z.B. viel mehr, was sich günstig auf seine Arthrose auswirkt.
17. Woche - 26 April 2011

Jacob, der
Damhirsch, wollte aus dem Hahnenstall heraus, rutschte dabei aus und fiel auf
seine Schulter! Während er blitzschnell wieder stand, klatschte sein Geweih auf
den Betonboden. Und mein Herz sackte mir vor lauter Schreck in die Hose.
Aber es ist alles
leicht erklärbar: Wir haben Jacob nicht kastrieren lassen, weil sein Geweih
dann nicht mehr in jedem Jahr abfallen würde. Es würde dann immer
weiterwachsen, weil nach der Kastration die Hormone fehlen, die dafür sorgen
dass das Geweih abgeworfen wird. Es müsste dann unter Narkose regelmäßig
abgesägt werden.
Nun läuft Jacob
mit einem kahlen Kopf umher. Er war von seinem Sturz viel weniger erschrocken
als ich. Es kommt also alles wieder in Ordnung. Bis im Herbst die Brunftzeit
wieder beginnt, wird Jacob ein frisches, neues Geweih nachgewachsen sein.
Woche 16 - 19. April 2011

Beim Einsammeln der Eier müssen wir wirklich an
allen denkbaren Stellen nachsehen; denn auch Katze Aria genießt es, in
einem warmen Nest zu liegen.
Wir wünschen Ihnen allen ein frohes Osterfest!
15. Woche - 13 April 2011

Montagabend stand
ein Mann mit einem kleinen Welpen auf dem Arm vor unserer Tür. Der Hund hatte
den ganzen Tag in seinem Garten gesessen. Seine Frau, die allein zu Hause war,
hatte versucht ihn wegzujagen und als ihr das nicht gelang, fütterte sie ihn
schließlich. Am Abend kam dann ihr Mann nach Hause, und der Hund sollte auf
keinen Fall bleiben. Die Begründung war: ‘Wir haben noch einen „Cesar- Hund“
und wissen Sie was so ein Rassehund kostet?‘ Das ändert aber nichts an der
Tatsache, dass der Hund eigentlich als Fundtier bei der Gemeinde abgegeben
werden und dort so lange warten muss, bis der Eigentümer sich meldet. In Absprache mit der Gemeinde kann Joris nun hier
abwarten und muss nicht in einem Zwinger sitzen, ohne Gesellschaft zu haben.
Da er kein Namensschild trug, haben wir ihn inzwischen Joris genannt. Es ist
eher unwahrscheinlich, dass der Eigentümer sich meldet, denn Joris ist nicht
nur spindeldürr und noch nicht stubenrein; der Tierarzt hat bei der Suche nach
einem letzendlich nicht vorhandenen chip auch noch festgestellt, dass sich
seine Pfoten –wahrscheinlich durch unsachgemäßes Füttern während des Wachstums-
nicht richtig entwickelt haben. Es kann also gut sein, dass er einfach
ausgesetzt wurde, nachdem die erste Freude am Neuen verflogen war und sein
Futter zu teuer wurde.
Joris war
gegenüber Menschen zunächst ängstlich und zurückhaltend, aber sehr glücklich
mit anderen Hunden. Doch nach ein paar Tagen macht er nun schon riesige
Freudensprünge wenn er einen von uns sieht. Auch wenn er uns nur einen kurzen
Moment nicht gesehen hat, werden wir sofort von Neuem aufs Herzlichste begrüßt.
Inzwischen suchen
wir nach einer neuen festen Adresse für ihn, weil dieser quirlige kleine Kerl
sein ganzes Leben noch vor sich hat !
14. Woche - 5. April 2011

So enthusiastisch wie Lucy hier auf dem Foto
aussieht, war sie heute nicht..... Wenn wir nicht gewisse Tricks auf Lager
gehabt hätten, hätten wir bei dem Versuch, sie einzufangen um ihr die jährliche
Impfung geben zu lassen, bizarre Verrenkungen gemacht. Denn heute war es wieder
soweit! Alle Katzen mussten dran glauben. Aber immer wieder sind welche dabei,
die in aller Ruhe umherlaufen, während wir die unmöglichsten Kapriolen schlagen
um ihre Artgenossen in die Transportboxen zu stecken, damit der Tierarzt sie zügig
nacheinander impfen kann. Schätzen Sie mal, wie viele Boxen noch leer waren,
als der Tierarzt, der mit dreifacher Verstärkung angerückt war, beginnen
wollte? Ja richtig, nur noch eine! In allen anderen Boxen warteten die sehr
misstrauisch gewordenen Katzen auf das große Ereignis. In eineinhalb Stunden
waren alle geimpft. Bis auf eine natürlich! Aber die musste, als sie es gerade
am wenigsten erwartete, auch noch dran glauben. Weil erst dann wirklich jede
Katze wieder ein Jahr lang vor den meisten Katzenkrankheiten geschützt ist.
Dies ist besonders wichtig in einer so großen Gruppe wie sie bei uns hier
wohnt.
13. Woche - 29. Marz 2011

Der weise Kopf
von diesem lieben Hund gehört Kara, einer deutschen Schäferhündin, die am
letzten Wochenende Hals über Kopf “weg musste”. 13 Jahre lang war sie der Frau,
die sie hier mit ihrem Freund und ihrer Tochter abgab, eine treue Gefährtin.
Angeblich wollte der Hausbesitzer keinen Hund mehr in seinem Haus haben. Aber
schließlich stellte sich heraus, dass die Frau wieder schwanger war und nun für
so ein liebes und treues Tier wie Kara, kein Platz mehr in der Familie war.
Herzzerreißend, wenn man so lange ein so treues Familienmitglied gewesen ist...
Aber an diesem Nachmittag waren Leontine und Thea gerade hier. Zwei Bekannte
des Gnadenhofes, die regelmäßig ausgesetzte Hühner oder Hähne einfangen und
hierherbringen. Kara hatte schnell ihr Herz erobert und es wurde beschlossen,
dass der Pechvogel mit einer der beiden Frauen nach Hause gehen sollte. Schon am folgenden Tag wurden per e-mail Fotos von der zufriedenen
Kara geschickt, die nach einer durchjaulten Nacht , endlich auf ihrem schönen, sicheren Platz bei Thea
zur Ruhe gekommen ist.
Auf einmal war
Kara also ein Glücksvogel geworden! Leider sind nicht viele Menschen bereit,
einen älteren Hund in ihr Herz zu schließen. Aber dass sie damit sehr glücklich
werden können, beweist Thea. So endete diese zutiefst traurige Geschichte in
kurzer Zeit mit einem happy end! Wir wünschen Kara und Thea noch eine
wunderschöne Zeit miteinander!
11. Woche - 15. März 2011

Am frühen Montag
Morgen bekamen wir einen Anruf: „wir können in einer halben Stunde Kalk auf die
Weiden streuen!“ Das ist nötig, um die Moosbildung zu unterdrücken. Und wir
hatten gerade alle Tiere nach draußen gelassen!!! Nun mussten also alle wieder
in den Stall, damit der Trecker mit dem Kalkstreuer das gesamte Areal abfahren
konnte. Die Tiere waren ziemlich verdutzt und begriffen natürlich nichts.
Gerade durften sie nach draußen und nun sollten sie wieder rein. Diese Aktion
verlangte also Einiges an Überredungskunst.
Es muss sich erst
ein kräftiger Regenguss über den Kalk ergießen, damit die Tiere wieder nach
draußen können. Und laut Wetterradar schien der ganze Regen, der für diesen
Montag – und wahrscheinlich auch für den Rest der Woche -vorhergesagt war,
bereits in der Nacht von Sonntag auf Montag gefallen zu sein. Ziegen haben eine
starke Abneigung gegen Regen. Aber wenn sie wüssten, warum sie, genauso wie die
Hähne, Ponys, Schafe und Hängebauchschweine im Stall eingesperrt wurden, würden
sie sich nichts sehnlicher wünschen als Regen!
10. Woche - 9. März 2011

Karneval geht
auch an Sögel nicht vorbei!
Schon Wochen im
Voraus hatte Zara sich auf dieses ausgelassene Fest gefreut. Sie war dann auch
froh wie ein Kind, als sie endlich als Kaninchen verkleidet, unerkennbar,
zwischen den anderen Tieren hindurchschunkeln konnte. (Natürlich ging sie dabei
davon aus, dass die anderen Tiere ihren Rollstuhl nicht bemerkt hatten! ) Aber
am Mittwoch gingen wir wieder zur Tagesordnung über und Zara musste das Tragen
von langen, stehenden Ohren wieder den Kaninchen auf dem Kaninchenhügel
überlassen. (Leider fehlt hier der Platz um zu beschreiben, wie die an diesem
Rosenmontag verkleidet waren! )
9. Woche - 1. März 2011

Heute haben wir
zum ersten Mal in diesem Jahr den Frühling gerochen! Obwohl die Temperaturen
noch nicht so sind wie sie sein sollten, schien ein fahler Sonnenschein an
diesem ersten Tag im März den Frühling anzukündigen. Und das rochen nicht nur
wir; der größte Teil der circa 250 Hähne ist heute schneller aus dem
Hahnenstall geeilt, um die Ankündigung des Frühlings mitzuerleben. Auch das
Gras scheint schon wieder zu wachsen und es wird laut krähend durch die Wiese
stolziert.
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